الاثنين، 16 سبتمبر 2019

Pakistan International Airlines cricket team

Pakistan International Airlines (PIA) cricket team are a first-class cricket side sponsored by the national flag carrier, Pakistan International Airlines (PIA), and based in Karachi. They have won the Qaid-i-Azam Trophy more times than anyone else.

They played their first first-class match in 1960-61, under the captaincy of Hanif Mohammad.[2] As of late 2013, they have played 387 first-class matches, with 149 wins, 64 losses and 174 draws
Honours
Qaid-i-Azam Trophy (6)

1969-70
1979-80
1987-88
1989-90
1999-2000
2002-03
2011-12
National One Day Championship (8)

1985–86
1987-88
1995–96
1999–2000
2001–02
2002–03
2008–09
2011–12 Division One
Notable players
Imran Khan
Asif Mujtaba
Anil Dalpat
Wasim Akram
Zaheer Abbas
Wasim Bari
Shoaib Akhtar
Mohammad Yousuf
Shoaib Malik
Abdul Razzaq
Najaf Shah
Yasir Hameed
Umar Gul
Sarfraz Ahmed

In den Straßen der Bronx

In den Straßen der Bronx ist ein US-amerikanischer Film von und mit Robert De Niro aus dem Jahr 1993.
Handlung
Der Mafioso Sonny regiert 1960 eine Gegend in der Bronx in der Nachbarschaft des jungen Calogero Agnello. Calogero und seine Freunde spielen nach der Schule immer auf der Straße und versuchen die Gangster nachzuahmen, die ihren Geschäften offen auf der Straße nachgehen. Calogeros Freunde sind bereits als Kinder Rassisten und hassen Schwarze. Als sie einem Bus mit einem Schwarzen nachjagen, bleibt Calogero kurz alleine und beobachtet dadurch, wie Sonny einen Mann scheinbar wegen eines Streits um einen Parkplatz erschießt. Er verrät Sonny danach bei der Gegenüberstellung aber nicht an die Polizei. Sein Vater sagt ihm, dass er richtig gehandelt habe, und auch sein Beichtvater bestätigt ihm dies.

Ausgehend von diesem Ereignis entwickelt sich eine lang anhaltende Verbindung zwischen dem Gangster und dem Jungen. Calogeros Vater, der redliche Busfahrer Lorenzo Agnello, ist damit überhaupt nicht einverstanden. Er will mit der Mafia nichts zu tun haben und lehnt auch ein Angebot Sonnys für einen lukrativen, aber illegalen Nebenverdienst ab. Der Vater fährt im Bus mit seinem Sohn durch die Bronx und erklärt seinem Jungen dabei auf die Frage, was man machen kann im Leben: „Du kannst alles machen, was Du willst, das Schlimmste im Leben ist verschwendetes Talent.“

Calogero wächst unter der Obhut der beiden Männer, Vater und Gangster, zum Jugendlichen heran. Sonny erzählt dem herangewachsenen Calogero aus dem Buch von Machiavelli Der Fürst und erklärt ihm, dass er selbst von seinen Untertanen eher gefürchtet als geliebt werden wolle, da eine solche Verbindung dauerhafter sein würde. Sonny rät ihm auch, sich von seinen nichtsnutzigen Freunden fernzuhalten. Seine Freunde, aber auch Calogero, werden nachfolgend in Diebstahl, Waffenbesitz und Rassenkämpfe verwickelt.

Calogero verliebt sich an der Highschool in ein afroamerikanisches Mädchen. Dieses Mädchen, Jane Williams, erwidert anfänglich seine Gefühle, aber ein erstes Date platzt. Freunde von Calogero greifen Schwarze an, als diese auf Fahrrädern durch das Italienerviertel fahren. Diese wiederum rächen sich daraufhin mit einem „Eierattentat“. Die Freunde wollen sich dafür erneut rächen und fahren mit ihrem Auto und mit Molotowcocktails in deren Bezirk. Calogero sitzt zunächst mit im Auto, doch Sonny fährt ihnen mit seinen Leuten nach, stoppt den Wagen und fordert diesen zornig auf, auszusteigen.

Anschließend trifft Calogero Jane und sie versöhnen sich. Währenddessen sterben Calogeros Freunde bei einem von ihnen provozierten Überfall. Als Calogero seine getöteten Freunde sieht, wird ihm klar, dass Sonny ihm in dieser Nacht das Leben gerettet hat. Daraufhin geht er in Sonnys Bar um sich bei diesem zu bedanken. Doch Sonny wird selbst Opfer eines Attentats, mit dem sich der Sohn des in der Anfangssequenz erschossenen Mannes rächt, und stirbt an einer Schussverletzung. Calogero betrauert den Tod seines Ziehvaters und auch Agnello zollt dem aufgebahrten Sonny seinen Respekt. Vater und Sohn gelingt es auf diese Weise, miteinander Frieden zu schließen. Ein neuer Mafioso, Carmine, nimmt danach Sonnys Platz ein.

Anmerkungen
Die Geschichte, geschrieben von Chazz Palminteri, ist halb-autobiographisch. Sein wirklicher Name ist Calogero Lorenzo Palminteri.
In den Straßen der Bronx ist die erste Regiearbeit von Robert De Niro.
Obwohl der Film in der Bronx spielt, wurden fast alle Szenen in Astoria, Queens, New York, gefilmt. Es war leichter, dort die Zeitperiode, in der der Film spielt, einzufangen, da sich dort seit den 1950ern wenig verändert hatte. Die Straße vor der Chez Bippy Bar ist die 30th Avenue in Astoria, Queens. Ein paar Szenen wurden an der William Cullen Bryant High School in Long Island City aufgenommen.
Der Film wurde Robert De Niros Vater Robert De Niro, Sr. gewidmet, der 1993 starb.
In dem Zeitraum zwischen der Mitte der 1960er und dem Ende der 1970er Jahre verschlechterte sich der Lebensstandard in der Bronx erheblich und es zogen mehr arme Schwarze in die Nachbarschaft.[1] Diese Entwicklung, die auf Grund von Rassismus auf beiden Seiten zu Spannungen führte, wird im Film angedeutet.
Hauptdarsteller Brancato wurde in der Folgezeit drogensüchtig und im Dezember 2005 versuchte er in eine Wohnung einzubrechen. Sein Komplize erschoss daraufhin einen Polizisten. Brancato, der zunächst auch unter Mordanklage stand, wurde schließlich wegen versuchten Einbruchs zu zehn Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. In einem Interview vom Gefängnis aus zitierte er das Filmzitat „das Schlimmste im Leben ist verschwendetes Talent“.[2]
Auszeichnungen und Ehrungen
Chazz Palminteri gewann bei den Sant Jordi Awards 1996 (Spanien) als bester ausländischer Schauspieler (Mejor Actor Extranjero) für seine Leistungen in In den Straßen der Bronx, Die üblichen Verdächtigen und Bullets over Broadway.
Ellen Chenoweth wurde von der Casting Society of America 1994 für den Filmpreis Artios für Bestes Casting eines dramatischen Kinofilmes nominiert.
Bei den Young Artist Awards 1994 wurde Francis Capra für den Young Artist Award für den Besten jungen Schauspieler in einer Nebenrolle eines dramatischen Kinofilmes nominiert.
Kritik
„Ganz offensichtlich ist De Niros Film eine Hommage an Meister Martin Scorsese. […] In den Straßen der Bronx ist ein zutiefst patriarchalischer, ein wunderbar nostalgischer und ein schöner Film.“

– Silvia Hallensleben auf www.filmzentrale.com.
„Robert De Niro überzeugt zum einen wiederum als Darsteller in der Nebenrolle des fürsorglichen Vaters und zum anderen als Regie-Debütant. Ihm ist es gelungen, "on location" in die Zeit der 60er Jahre einzutauchen und eine einfühlsame, spannende und äußerst authentisch wirkende Geschichte aus der Bronx zu erzählen.“

– Prisma[3]
„Originellen Einzelszenen, sorgsam rekonstruierten Milieus und der stimmigen ambivalenten Zeichnung der Gangsterfigur steht eine schwerfällige Dramaturgie gegenüber, deren Nachteile auch von den guten Darstellern kaum aufgewogen werden.“

– Lexikon des internationalen Films

Michael Schreiner

Mike Schreiner (About this soundlisten) (born June 9, 1969) is a politician,[2] the leader of the Green Party of Ontario,[3] and the Member of Provincial Parliament (MPP) for Guelph in the Legislative Assembly of Ontario.[4][5] Prior to making politics a full-time career, Schreiner operated businesses that were food-related. He has been a small business advocate, entrepreneur, and food policy expert.[6]

Schreiner joined the Green Party of Ontario in 2005 and became leader in 2009, taking over from Frank de Jong. He made history in the 2018 provincial election, becoming the first ever Green MPP, taking 45% of the vote in the riding of Guelph. His election marked the first time that four different parties were elected to the Ontario Legislature since 1951. It was Schreiner’s second time running in Guelph, after running in Haliburton—Kawartha Lakes—Brock and Simcoe—Grey previously.
Background
Schreiner is a US-born Canadian. He was born on June 9, 1969, in WaKeeney, Kansas, the son of Barbara and Ronald Schreiner (1949–2007).[7][8] He grew up on the family grain farm, helping his parents. This is where his interest in food, agriculture and the environment began.

After graduating from Indiana University, Schreiner and his wife moved to Toronto in 1994, and he became a Canadian citizen in 2007.[2][9] He and his wife Sandy are the parents of two daughters.[10]

Education
Schreiner earned bachelor's degrees in business administration and history from the University of Kansas (1992). He earned his master's degree in history from Indiana University Bloomington in 1994.[11]

While at Indiana University, he met his future wife, Sandy Welsh, later a sociology professor and vice provost at the University of Toronto.[12][2]

Career
Schreiner has been an entrepreneur and small business owner whose ventures have focused on sustainable food production and the local food movement. His first business was Toronto Organics that specialized in delivering food to consumers.

After moving to the Guelph area, Schreiner continued operating food distribution businesses.[2] One company – WOW Foods – was awarded the Citizens Bank of Canada Ethics in Action Award for socially responsible business and the Toronto Food Policy Council's Local Food Hero Award. He also co-founded Earthdance Organics, a Guelph-based food production business that supplied area health food stores and farmers' markets in the early 2000s.[13]

In 2005 Schreiner he co-founded Local Food Plus, which brought "farmers and consumers together to promote financially, socially and environmentally sustainable local food systems".[2] According to the Green Party of Ontario, he has served as a volunteer with organizations including FarmStart, the Brewer's Plate, the Toronto Food Policy Council and the Green Enterprise Ontario Steering Committee, the Canadian International Peace Project, and Toronto’s Campus Community Co-op Day Care Centre.[10]

Political career
Schreiner has been actively involved in the GPO since 2004. He co-chaired the 2007 election platform committee and served as policy coordinator from 2008 to 2009. He was acclaimed as party leader in 2009.[14]

Schreiner first ran as a candidate for the GPO in the Haliburton—Kawartha Lakes—Brock by-election in March 2009, losing to Rick Johnson.

In the 2011 election, Schreiner ran as a candidate for Simcoe—Grey, finishing fourth behind Progressive Conservative incumbent Jim Wilson.[15]

Schreiner was nominated as the party's candidate for Guelph in the 2014 Ontario general election, where he finished third behind winner Liz Sandals of the Ontario Liberal Party, garnering over 19% of the vote. 

In May 2018, the Toronto Star editorial board endorsed him as the best candidate in Guelph and said that he was "the most forthright leader in the campaign for the June 7 Ontario election".[16] He was also endorsed by the Guelph Mercury's editorial board in an op-ed, "Mike Schreiner is the candidate most worthy of representing Guelph provincially", citing ten reasons to vote for Schreiner.[17]

Schreiner's campaign proved successful in a four-party race, becoming the first ever Green MPP in Ontario history.[18] He captured 45 per cent of the vote in the Guelph riding, nearly tripling the previous percentage and actual number of voters for him.

Leadership of the Green Party of Ontario
On November 14, 2009, Schreiner won the Ontario Green Party leadership election, having been acclaimed. According to the GPO, "Under Mike’s leadership the GPO has experienced substantial growth in its voters, fundraising, staff, volunteers and media exposure". Between 2009 and 2014 for example, fundraising increased from $50,000 to $500,000, all from individuals.[19] Those achievements did not translate into success in terms of getting a seat until 2018.[20]

Despite not holding a seat in the legislature at that time, Schreiner lobbied in favour of the price on carbon, protecting pollinators with a ban on neonicotinoids, and funding for the Experimental Lakes Area.

2018 Election
Schreiner's platform for the Green Party of Ontario included the following, as summarized by the Toronto Star.[21]

Implement more programs to help homeowners with green retrofits to save energy
Offer universal dental care and pharmacare
Set a date to phase out internal combustion engines to reduce greenhouse gas emissions
Introduce carbon pricing to discourage use of greenhouse gas-producing goods and services, with revenues returned to Ontarians as dividends
Focus health system more on illness prevention
Schreiner expanded on the platform with this comment: "I am fighting for a livable future for my children, I am fighting to tackle climate change and address income inequality, social justice issues and improving our democracy".[22] During an interview in May 2018 he added that the Party proposed cutting payroll taxes for some small businesses to be made up for with an increased tax rate on larger businesses.[23] Just prior to the election, he told the CBC that he hopes to see Ontario moving to 100 per cent renewable energy and was in favour of closing the nuclear power plant at Pickering. He also favoured adding mental health coverage into the Ontario Health Insurance Plan and a basic income program.[24]

Despite efforts to convince them otherwise, Schreiner was excluded from televised leaders debates, a move the Toronto Star' billed as "unfair". The publication's Ontario Politics Commentator made this comment: "This isn't the first time they have conspired to exclude the Greens, but this time the exclusion is more egregious than ever".[25]

Following his win in the 2018 election, Schreiner was sworn into the Ontario Legislature on July 5. Although he had been viewed by many as primarily a "green" candidate Schreiner said that his goal would be broader. "I'm going to do politics differently. I campaigned on a promise to create jobs, put people and planet first. I’m going to keep fighting for that."[26]

42nd Parliament
During the first three months of the 42nd Parliament, he was a frequent critic of Premier Doug Ford.[27][28][29] As a party leader, Schreiner has been extensively quoted by the news media on issues such as the government’s decisions to cancel the province's cap-and-trade legislation, scrapping the green energy programs and rebates, on the tactics used by Ford to reduce the size of Toronto Council and on the provincial plan to allow marijuana smoking in numerous locations.[27][28][29][30]

Personal life
Schreiner lives with his wife Sandy and their two daughters in Toronto and in Guelph.[11] He became a Canadian citizen in 2007.

During 2012 to 2017, he was a contributor to HuffPost Canada, on topics such as water protection, healthy food systems, recycling, climate change, clean tech, transit, energy and carbon pricing.[31][32]

Schreiner served on the steering committee for Green Enterprise Toronto, an association of over 350 small businesses, and on the Board of Directors of FarmStart, a non-profit that assists new farmers in Ontario, and he is a governor of the Canadian International Peace Project.[11] He is a Rotarian and volunteer on many Guelph initiatives including Hillside Music Festival, Guelph Jazz Festival, Guelph Community Clean up, Guelph Coalition for Active Transportation, and Democracy Guelph

Hart aber fair

hart aber fair is a weekly political talk show. In the 75-minute broadcast on Monday evening on Das Erste, presenter Frank Plasberg discusses a controversial topic with his guests. Spectators receive additional information through short feature films and can participate directly. Before switching to ARD's main programme Das Erste, the programme was broadcast at WDR Fernsehen for seven years.
Concept

As the name suggests, the discussion should be open and controversial. Instead of ideological and party-political statements, the focus should be on factual arguments. Therefore, besides politicians, scientific experts, representatives of other organisations and directly involved or affected persons are also among the participants of the discussion round. The guests are selected in such a way that different positions are represented. The editorial staff researches information on the topic of the respective programme in order to provide additional arguments and present the background more clearly for the viewers.

At the beginning of the programme, the host Frank Plasberg mentions the topic to be discussed, which is formulated as a question with a slogan. Afterwards the five guests are introduced individually, whereby an off-voice names their name and function and classifies the person with a quotation. The guests are usually placed at the table in such a way that the representatives of the most extreme Pro- and Con-arguments sit on the very outside. In the course of the discussions that are now beginning, Plasberg will intervene with feature films at the appropriate opportunity. In the short contributions the spectators receive additional information by statistics, interviews or newspaper reports. Sometimes one of the guests is also addressed directly in an article and confronted with his earlier, controversial statements.

In addition to the guests at the table, there is usually a one-on-one conversation with a person who deals with the topic in a special way. During the second half of the show, Plasberg will talk to his colleague Brigitte Büscher, who will present a selection of viewer reactions. Before and during the show, TV viewers have the opportunity to comment on the topic by phone, e-mail, Facebook or in the guestbook on the website. In the final round with the guests at the table, an imaginative question is asked to determine who convinced whom. On Tuesday noon the editorial staff publishes the so-called fact check (Faktencheck) on the Internet, in which some controversial statements or figures given by the guests are checked.

Production
The programme will be broadcast live either from Cologne or Berlin. In Cologne, the production takes place in Studio A of the Funkhaus Wallrafplatz. The Berlin location, which was chosen because of its proximity to the Federal Government, is located in Studio C of Studio Berlin Adlershof GmbH in Adlershof. Before October 21, 2009, the Globe City Studio was used in the capital. Monday's live broadcast usually starts at 9:00 pm. The first repetitions of the current issue can be seen the following night at 03:10 am at Das Erste and on Tuesday morning at 8:45 am at WDR Fernsehen, on the same day at 10:15 am at 3sat. In addition, tagesschau24 shows the programme on Tuesdays at 8:15 pm.

From its premiere on 31 January 2001 to 10 October 2007, hart aber fair was broadcast at WDR Fernsehen on Wednesdays at 8:15 p.m. as a 90-minute format.[1]

Sign language
hart aber fair is accompanied by sign language via the HbbTV service of Das Erste since 8 January 2018.

Hosts
Frank Plasberg (2001–present)

Brian Turk

Brian D. Turk (May 29, 1970 – September 13, 2019) was an American actor. He was best known for his role as Gabriel in the HBO television series Carnivàle.
Death
In early 2018, Turk was diagnosed with cancer, which became terminal in March 2019. He died on September 13, 2019.[1]

Filmography
Saved by the Bell: The New Class as Spike (2 episodes, 1994)
Beverly Hills, 90210 as Tiny (2 episodes, 1995)
Panther as Deputy (1995)
Beach House as Fraternity Brother (1995)
The Lost World: Jurassic Park as InGen Worker (1997)
A Civil Action as Mover (1998)
Boy Meets World (season 6, episode 6) as Isaac (1998)
Buffy The Vampire Slayer (season 5, as Mort, one of Harmony's minions)
American Pie 2 as Trucker (2001)
Artificial Intelligence: AI as Backstage Bull (2001)
Crocodile Dundee in Los Angeles as Driver (2001)
Going Greek as Kappa Brother (2001)
The Mayor of Oyster Bay (2002)
Big Fat Liar as The Masher (2002)
Carnivàle as Gabriel (2003–2005)
Criminal Minds as Jess Maynor (2005)
Art School Confidential as Cliffy (2006)
Two and a Half Men (season 5, episode 1) as Mike (2007)

Luigi Colani

Luigi Colani (born Lutz Colani; 2 August 1928 – 16 September 2019)[1] was a German industrial designer.

His long career began in the 1950s when he designed cars for companies such as Fiat, Alfa Romeo, Lancia, Volkswagen, and BMW. In 1957, he dropped his given first name Lutz and henceforth went by the name of Luigi. In the 1960s, he began designing furniture, and as of the 1970s, he expanded in numerous areas, ranging from household items such as ballpoint pens and television sets to uniforms and trucks and entire kitchens. A striking grand piano created by Colani is manufactured and sold by the Schimmel piano company.

His unconventional designs have made him famous, not only in design circles, but also to the general public. He has received numerous design awards, although his unconventional approach has left him largely an outsider from the mainstream of industrial design
Style
The prime characteristic of his designs are the rounded, organic forms, which he terms "biodynamic" and claims are ergonomically superior to traditional designs. His "kitchen satellite" from 1969 is the most prominent example of this school of thought. Many of his designs for small appliances are being mass-produced and marketed, but his larger designs have not been built, "a whole host of futuristic concepts that will have us living in pods and driving cars so flat that leg amputation is the only option."[3]

The earth is round, all the heavenly bodies are round; they all move on round or elliptical orbits. This same image of circular globe-shaped mini worlds orbiting around each other follows us right down to the micro-cosmos. We are even aroused by round forms in species propagation related eroticism. Why should I join the straying mass who want to make everything angular? I am going to pursue Galileo Galilei's philosophy: my world is also round.

— Luigi Colani, [4]
Life and career
Born in Berlin, Colani was the son of a Swiss from Madulain (Kanton Graubünden) a filmarchitekt of Kurdish descent and a mother of Polish descent. , Concept Car Design: Driving the Dream Archived 7 October 2014 at the Wayback Machine, p. 84</ref>[5] and Polish[6] descent.

1950s
By 1953, he was living in California where he was Head of New Materials project group at McDonnell Douglas in California.

Moving to auto design, in 1954, he received the Golden Rose international prize for creation and design, in Geneva, Switzerland, for special Fiat bodywork; he would be the originator of many Fiat designs in the coming years. A constant innovator, by 1958 he was also interested in sailing vessels. His catamaran design was a racing success in Hawaii.

Returning to car, in 1959 he introduced the world's first plastic monocoque sports car, the BMW 700, and in 1960 the world's first kit car in series, the Colani GT, which sold 1,700 copies. In 1966 he showed his sports coupe design at the IAA in Frankfurt.

1960s
By the 1960s, his design range had also expanded to include household objects and furniture, beginning in 1963 with his elephant piggy bank, and in 1965 he gained worldwide success with furniture designs for Asko, Fritz-Hansen (Körperform chairs), Cor, and Kusch+Co. He also rebodied an Abarth Alfa Romeo design, based on two wrecked Abarth 1000 GT Coupés in the early 1960s.[7]

In 1968, for Thai Airlines, he developed a two piece plastic cutlery set which the Museum of Design, Zürich, added to its collection.[8][full citation needed]

1970s
He had developed a sufficient reputation and income by 1970 to establish a studio with a major design team at Harkotten Castle near Sassenberg, Germany. The studio was an enormous success, with work and exhibitions worldwide for many major companies. Meanwhile, he continued with his innovations in car design, including his 1972 design of the Eifelland Formula One car.

This period saw him making his first forays into the Japanese market, when he obtained contracts from Japanese companies for the first time. In 1973, he made his first study trip to the Far East, during which Japanese buyers recognized Colani's potential. He received invitations by five companies to establish a Colani Design Center Japan.

About this time, the "Drop" teapot he designed for Rosenthal, a world leader in porcelain, was acquired for inclusion in the Cooper-Hewitt Museum in New York.[9] In 1999, Rosenthal promoted a special edition of his now-famous design.

Not all of his designs were successes. For example, he created an unsuccessful design for an Olympic row boat.[10] About this time, in the early 1970s he developed his first streamlined truck design, which he said, "was a direct response to the world oil crisis yet nobody noticed my design. They didn’t get the message."[2] He would revisit streamlined trucks later in the decade to more fanfare.

Colani's first profession as an aeronautics designer was revisited in 1976 when he was assigned the task of designing the RFB Fanliner, the first plastic sports airplane with a Wankel rotary engine. Later, in 1985, he unveiled the Pontresina propeller-driven airplane unveiled, having two contra-rotating coaxial pusher propellers with scimitar blades mounted in the tail. The propellers, also known as "centripetal supersonic propellers", were a new design idea. The plane was a design study and is not airworthy.

By 1978, his revolutionary trucks, aircraft, car and ship studies had begun to be seen with frequency at exhibitions worldwide. his interest in fuel economy continued into the 1980s. In 1981, he set a fuel economy world record set with the four-seater Colani 2CV (based on the French Citroën 2CV which consumed just 1.7 liters gasoline to travel 100 km using a stock 2CV engine and chassis.

1980s
The year 1982 saw Colani relocating to Japan, where a year later he accepted a position as professor in Tokyo.

For Canon, he developed the "5 Systems" camera prototypes[11] and in 1984, he was voted the No. 1 industrial designer in Japan at the Otaru exhibition for his 60 m large shell. In 1986, he received the Golden Camera Award for the Canon T90.

In 1985, his Robot Theater was the most-attended pavilion at Expo '85.[12]

In 1986, one of his motorcycles set a world record in Italy. That year, he founded Colani Design Bern in Switzerland.

He continue to show his designs at international exhibitions, including a 1987 show at Centre Georges Pompidou, Paris. Car designs continued in Japan for Mazda and he did a pen design for Pelikan A.G., Germany. The Colani Cormoran aircraft design was shown in mockup at the Paris Air Show

In 1988 he opened offices in Toulouse and Bremen. He was also appointed a professor at the University of the Arts Bremen, as he meanwhile prepared on a wide-scale basis to establish new speed records on land, water and air and economy world records in Utah. He sets record in a specially-designed Ferrari at Bonneville Speedway in 1991.

In 1989 he formed Colani Trading AG in Zurich, Switzerland.

1990s
The 1990s brought more exhibitions and more designs. He mounted an exhibition at the Centre International de l'Automobile car museum in Paris and in 1993 held shopping center expositions through Switzerland.

He designed new uniforms for aircrew at Swissair, the last designs used by the airline before re-branding as Swiss in 2002.[13] In 1991, he designed an optical frame and jewelry collection. Also in the decade, other designs included field glasses (1993); office furniture designs for Grahl, Michigan USA (1996); a new piano for famous piano builder Wilhelm Schimmel (1997); a water bottle design for Carolinen-Brunnen, Germany and a new microscope and photo camera (both 1998); and new shower (bathroom-combination)-generation for the German company Dusar and a furniture project with Kusch & Co., Germany (1999).

The 1990s and 2000s (decade) also brought his share of design commissions in the field of desktop computing. Projects included a computer mouse design for Sicos (1992); the Colani Vobis Highscreen computer, awarded Computer of the Year in 1994; a bank terminal design project with one of the world's leading computer manufacturers (1998). By 1995, he had begun to branch into whole structures. that year, he completed designs for major companies in the construction and building industry. China's ambassador invited Colani for future projects to Shanghai, China. There, he was awarded an honorary professorship in the Department of Architecture, College of Architecture and Urban Planning at Tongji University[14] The following year, he unveiled his architecture project for Shanghai, called Bio-City.

2000s
His architectural designs continued with the "Human-City" architecture model for MW Energie AG in Mannheim, Germany (2000) and later developed an experimental house design for Hanse-Haus, the German prefabricators.[15]

He designed new optical frames presented at shows in Milan, Paris and Las Vegas and in 2001 designed a new microscope and photo camera (for Seagull) at the Colani Shanghai office. He held more than thirty exhibitions in shopping malls (ECE-group) throughout Germany. He also opened of a world-leading museum of design, Pinakothek der Moderne, in Munich, Germany which featured several Colani designs (2002).

In the realm of packaging design, he created a new bottle design for the leading Swiss mineral-water company Valser (acquired by Coca-Cola in 2002) and created porcelain giftware creations (Cappuccino, Espresso mugs).

He undertook a "Life on Board" project for Volvo cars and created a futuristic car design called the Speedster shark. He continued his large Supertruck designs with extreme streamlining, this time for Spitzer-Silo; the result was presented at the IAA in Hanover, Germany (2004).

A notable uniform commission was the 2003 re-design of police uniforms for the Hamburg Police department, which was later adopted throughout the whole of Germany.[16]

In the years 2004 to 2007, a retrospective exhibition of Colani's work, called COLANI – Das Lebenswerk, took place in the "Nancy hall" of the congress center of Karlsruhe.[17] The exhibition was not continued as funding of the hall's renovation was not achieved.[18]

In avionics, he designed the tt-62-plane for hp-aircraft.de. He also completed a design study for a 1,000 seat passenger airplane (2005).
He completed a series of 140 sculptures of athletes for the Olympic Games in Beijing. he also participated in the "Germany in Japan 2005-6" event in the form of the "Colani Back in Japan" exhibition in the Museum for Art and Design attached to the Kyoto Institute of Technology. He also carried out a study for a robot shaped like a baby.

In 2013 the first Model (AC22) of the AGOS Luxury Computer Series, Opus Magnum, was presented at the Nowa Zukunftsmesse in Marburg, Germany.[19]

Personal life
Colani resided in Shanghai, China.[20] His son Solon Luigi Colani lives in Berlin where he also works as a designer and does special effects work in the movie industry. He was a guest speaker and presenter at the 2004 World Economic Forum in Davos, Switzerland.

Colani dies in Karlsruhe.

Luigi Colani

Luigi Colani (* 2. August 1928 in Berlin-Friedenau, gebürtig Lutz Colani; † 16. September 2019[1] in Karlsruhe) war ein deutscher Designer.

Colani war bekannt für seine aerodynamischen, biomorphen[2] Formen für Autos, Flugzeuge und viele weitere Gebrauchsgegenstände. Seine organische Formensprache bezeichnete er als Biodesign und definierte dies als eine „Humanisierung der Nahtstelle Mensch-Maschine“ durch die „Ergonomie und Kenntnis neuster Materialien“.[3] Der universale Anspruch seiner 3D-Philosophie[4] sollte zu einer Optimierung nahezu aller gestaltbaren Objekte führen. Kollegen und Journalisten hielten Colanis Gestaltungen für seiner Zeit weit voraus.[5][6][7][8][9] Auch in Japan[10] und China[11] war Colani ein hochangesehener Designer
Leben
Luigi Colani wurde 1928 als Sohn eines Schweizer (Bündner aus Madulain[15]) Filmarchitekten kurdischer Herkunft[16][17] und einer Polin in Berlin-Friedenau geboren. Seine Mutter arbeitete als Souffleuse beim Theaterregisseur Max Reinhardt.[18] Er wuchs in Berlin-Johannisthal auf, unmittelbar neben dem ersten deutschen Flughafen, dem Motorflugplatz Johannisthal-Adlershof. Da ihn seine Eltern früh zur Kreativität erziehen wollten, gaben sie ihm kein Spielzeug, sondern richteten für ihn eine Bastelkammer ein, in der er sein Spielzeug selber bauen sollte. „Meine Eltern [...] bastelten mir vor. Sie waren beide sehr begabte Werker mit der Hand. Ich war das einzige Schulkind der Welt, das nach der Schule nach Hause gerannt ist, um mit denen zu basteln.“[19] Mit vier Jahren konnte der junge Colani schon löten und bastelte aus den verschiedenen Werkstoffen, ob nun Holz, Eisen, Gips oder Ton, seine Flugzeuge, Schiffe oder Autos. „Ich war mit fünf Jahren schon ein begnadeter kleiner Bildhauer.“[16] Noch während seiner Schulzeit hatte er „für die Frauen in der Umgebung [sowie der] Familie Schuhe gemacht und für sich selbst Kleidungsstücke umgeändert.“[10]

Colani studierte 1946 Bildhauerei und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und brach das Studium ab, weil „mein Professor in der Bildhauerei mir nichts mehr beibringen“ konnte.[16] Von 1949 bis 1952 studierte er Aerodynamik und Ultraleichtbau[20] an der École polytechnique in Paris und danach Analytische Philosophie an der Pariser Sorbonne.[21] 1953 arbeitete er für ein Jahr beim kalifornischen Flugzeughersteller Douglas Aircraft Company als Leiter der Materialforschung im Bereich New Materials. Ab 1954 gestaltete er in Frankreich Kunststoffkarosserien für die Autoindustrie (Simca) und setzte dies ab 1955 in Berlin fort.[18] Bei der angesehenen Karosseriebau­firma Erdmann & Rossi in Berlin erlernte er von Grund auf das Handwerk des Automobilbauens.[10] Nach Fiat/Rometsch (1954) folgten weitere Arbeiten für italienische Automobilfirmen wie Alfa Romeo und Lancia. 1957 fuhr sein Alfa Romeo als erster GT-Sportwagen der Welt unter zehn Minuten um die Nordschleife des Nürburgrings.[22] In diesem Jahr benannte er sich in Luigi Colani um.[23]

In den 1960er bis 1970er Jahren erweiterte er seine Designtätigkeit auf Möbel und Gebrauchsgegenstände. Er ließ sich im westfälischen Rheda-Wiedenbrück nieder, einem Zentrum der Möbelindustrie, und baute ein Designer-Team auf, das schließlich aus 30 Mitarbeitern bestand.[10] Zunächst entwarf er ab 1965 Mobiliar für die Möbelhauskette Asko, dann für Cor, Fritz Hansen, Burkhard Lübke,[23] Poggenpohl, Sulo (damals Suloplast) und dessen Markenprodukte „Caroline“.[24]

Schloss Harkotten
Von 1972 bis 1981 hatte der mittlerweile vermögende Colani sein Designatelier auf Schloss Harkotten in Westfalen. Die Zeit der dortigen Designfactory wurde zur intensivsten Schaffensperiode von Colani. Hier bildete er große Teams mit jungen Designern, die gerade ihr Studium beendet hatten. Jede Woche kamen neue Praktikanten dazu, andere gingen und weitere kamen wieder zurück. Im Durchschnitt blieben die Mitarbeiter drei bis sechs Monate. Ebenso wollten auch Ingenieure aus der Flugzeugindustrie und anderen Industriezweigen ihr Wissen über ergonomische Formgestaltung erweitern. Insgesamt haben sich in Colanis Atelier mehrere tausend Mitarbeiter weitergebildet. In dieser Dekade nahmen Colani und seine Kollegen Aufträge aus allen Industrieländern, einschließlich der Sowjetunion, und aus allen Branchen an. „Harkotten wurde zu einer Art Wallfahrtsort“ für die Industrie.[10]

Mit zunehmendem Erfolg wuchs auch ein Anteil der Auseinandersetzungen mit den Industriekunden, die es gewohnt waren, dass ihre Vorstellungen vom Aussehen eines bestimmten Gegenstands unmittelbar und reibungslos umgesetzt wurden. Colani lehnte diese Vorgaben ab und bestand auf seiner Schöpfungsfreiheit.[16] Zugleich verzichtete er auf einen vermittelnden Umgangston und stieß zunehmend Kunden mit seiner konfrontativen Weise ab. „In manchen Fällen [habe ich] sicher [meine Wortwahl bereut], weil mir sehr oft Jobs durch die Lappen gegangen sind, da ich den Leuten die Wahrheit auf den Kopf zusagte. In einer Welt der Lüge ist es eine höchst gefährliche Sache, die Wahrheit zu sagen.“[3] „Mit dieser Art des Auftretens hat er sich sehr geschadet und viele Feinde gemacht“, sagt Peter Weibel, Leiter des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medientechnologie (ZKM). Deshalb erfahre Colani hier auch nicht die Würdigung, die ihm eigentlich gebühre.[25]

Die größten Probleme bereiteten ihm die leitenden Angestellten und Ingenieure der deutschen Automobilindustrie. Deren mangelnde Innovationsbereitschaft führte schließlich zu seiner Auswanderung nach Japan. „Doch weil ich Firmen wie Mercedes wegen ihrer rückständigen Formen immer wieder in den Arsch getreten habe, haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, Colani in Deutschland unmöglich zu machen. Und das haben sie auch geschafft. Es ist doch komisch, dass ich in meinem eigenen Land keinen Fuß auf den Boden bekomme und überall sonst auf der Welt eine Supertopfigur bin. Darum bin ich auch gegangen.“[20]

Japan und China
Auf Einladung von fünf japanischen Unternehmen richtete er bereits 1973 ein Colani-Design-Center in Japan ein.[22] Ab 1982 war er fünf Jahre lang[10] in Japan als Chefdesigner[21] für mehrere japanische Hersteller von technischen Gebrauchsgütern wie Canon, Sony und Mazda tätig . Hier arbeitete Colani zeitweise mit mehr als 300 Mitarbeitern an den unterschiedlichsten Objekten. Seitdem ist er in Japan als eine „absolute Design-Autorität“ angesehen.[10]

Allgemein finde er in Asien, insbesondere in Japan, mehr Verständnis und Enthusiasmus. Dort gebe es eine tiefere Verbundenheit mit der Natur, und dadurch sei man seiner biomorphen Formensprache gegenüber weitaus offener als im Westen. Besonders beeindruckt habe ihn das japanische Konzept von kimochi, der universellen Energie ki in der menschlichen Psyche. Entgegen dem westlichen Primat der Rationalität lege man im Fernen Osten großen Wert darauf, dass alle Dinge mit Emotionen als Manifestation von ki gemacht werden, denn nur solche Objekte würden bleiben und überdauern.[12]

1986 kehrte er wieder nach Europa zurück, dort war sein Standort ein Hangar in der Nähe der Schweizer Hauptstadt Bern. Hier entwickelte und bereitete er mit Unterstützung seines Freundes Jürg Bärtschi eine Serie von Hochgeschwindigkeits- und Niedrigkraftstoffverbrauch-Fahrzeugen vor, die er 1989 auf dem Salzsee in Utah testete.[26]

Aufgrund einer Einladung des chinesischen Botschafters verlagerte sich seine Tätigkeit ab 1995 nach China,[22] wo er zunächst an der Universität Tongji in Shanghai und später an weiteren Universitäten Professuren für Design übernahm. Auf der Insel Chong Mingh im Jangtsekiang-Delta nahe Shanghai, realisiert er seit 1995 sein „Lebenswerk und Vermächtnis“[27] die Eco-City (früher Bio-City), die in Form und Funktion dem menschlichen Körper nachempfunden ist: eine Wissenschaftsstadt für 50.000 Wissenschaftler, die einen auf dem Rücken liegenden menschlichen Körper darstellt und konzipiert ist als ein lebendiger Organismus mit „grüner Lunge“, einem Kraftzentrum in der Mitte und Verkehrswegen als Blutbahnen.[28][29] Die Stadt werde die „Lebensbedingungen des 3. Jahrtausends definieren“, extrem energiesparend sein und keine fossile Energie verwenden.[27] Das Projekt wurde vorübergehend zurückgestellt, da „die Chinesen dort alles verbaut hätten“.[30]

2008 eröffnete er ein Design-Studio in Beihai (Guangxi), Süd-China, wo er sich an der Entwicklung von Windkraftwerken beteiligte. 2009 wurde die erste Windenergie-Anlage von Avantis präsentiert, dessen ovale Gondel Colani entwarf.[31]

Am 9. Mai 2014 eröffnete er das Jiangnan Colani Design Institut in Changzhou bei Shanghai, an dem er sich mit zehn Millionen Euro beteiligte. Colani sieht das Institut als „Nukleus“ (Kern) für die Entwicklung des chinesischen Industriedesigns.[32]

2018 arbeitete er in China an zwei Wohnwagentypen sowie an einem E-Auto, deren Produktion er diesmal selbst übernehmen wollte.[30]

Ergonomie und Aerodynamik
Effektive und energieeffiziente Ergonomie muss nach Colani von rechten Winkeln und von geraden Kanten befreit sein. Mit einer kurvenförmigen Linienführung bildet er die evolutionär erprobten organischen Formen der Natur nach. „Der Mensch hat ja erst seit 200 Jahren Technik und die Natur löst seit Milliarden Jahren höchst raffiniert Probleme.“[3] Ein Beispiel für diesen Anspruch ist die Kugelküche „experiment 70“ (1970) für den deutschen Küchenmöbelhersteller Poggenpohl, die 1970 auf der internationalen Möbelmesse in Köln vorgestellt wurde.[33] Auf einem Drehstuhl erreicht man in Griffweite alle Gerätschaften und Schrankfächer.
Zahlreiche seiner kleineren Gebrauchsgüter (Sanitärkeramik für Villeroy & Boch, Bad-Armaturen für Grohe, Fernseher,[34] Computermäuse[35]) wurden in Serie produziert und haben bei Liebhabern Verbreitung gefunden. Seine großen Projekte dagegen wie die aerodynamischen Entwürfe von Lkw u. a. für Larag, Daimler-Benz AG und Serien-Pkw wurden aus „praktischen Gründen“ nicht in Serien hergestellt. Der Treibstoffverbrauch seiner Modelle verringerte sich im Vergleich zu konventionell gebauten Fahrzeugen deutlich, da er im Fall der Lkw um 30 % niedriger lag[36] als bei den Serienfahrzeugen.[37] Nach einer aerodynamischen Verbesserung der Karosserie von mehreren Serien-Pkw-Typen wie BMW 700 (1959), VW Polo (1976), Citroën 2CV (1981), Lada Gorbi (1987),[38] Ford Ka Colani (1998)[39] erhöhte sich deren Geschwindigkeit bei zugleich geringerem Kraftstoffverbrauch.

Über die Anzahl seiner Entwürfe und seiner realisierten Produkte kursieren unterschiedliche Angaben. Die Zahlenangaben der Entwürfe erstrecken sich von 4000 (2018)[30] über 5000 (2008)[40] [21] bis hin zu 20.000 (2009).[41] [42] Colani betonte mehrmals,[3] [43] dass die meisten seiner Entwürfe, die er Kunden vorlegt, auch produziert werden, nämlich 70 %.[42] Ein dpa-Artikel von 2018[30] kippte dieses Verhältnis erstmals um, von 70 % Serienproduktionen in 70 % Ablehnungen, was nolens volens einer Verwechslung zugrunde liegt.[3] [44] Denn 2008 meinte er dazu, dass er mehr entwerfe als er Kunden anbiete: „Meine Archive sind so voll, ich könnte die gesamte europäische Industrie mit Dingen zuwerfen bis ins Jahr 2030.“[16] Dieses Entwerfen aus eigener Initiative heraus und auf Vorrat bezeichnet er daher schon seit längerer Zeit als „Forschungsunternehmen“.[16] „«Wir sind ein Forschungsunternehmen. Wir wollen Vorbilder geben.» Was er jetzt entwerfe, werde vielleicht in 10 oder 15 Jahren gebaut.“[45]

Professuren
Colani hatte 1983 eine Professur in Tokio, Japan.[22] 1988 wurde er Ehrenprofessor an der Hochschule für Künste Bremen und seit 1995 war er Gastprofessor an der Shanghaier Tongji-Universität im College für Architektur und Stadtplanung.[46] Seit 2007 war er Gastprofessor für Transport-Design an der Elite-Universität Tsinghua in Beijing.[47]

Im Wintersemester 2011/12, parallel zur Retrospektive seines Gesamtwerks im Mailänder Triennale-Design-Museum,[48] richtete er in Zusammenarbeit mit der Politecnico di Milano das Colani BioDesign Research Center ein. In dieser Denkfabrik („Think tank“) sollten junge Talente mit den Grundlagen des Biodesign vertraut gemacht werden.[49] Bereits 2007 führte die Politechnico di Milano den Master-Studiengang Biodesign ein.[50]

2013 hatte er „sieben oder acht“ Professuren, darunter eine in Moskau.[51]

Gestaltung
In einem Interview zu seinem 80. Geburtstag schilderte er seinen Prozess der Ideenfindung und Formenschöpfung.[16] Zunächst sei ein praktisches Problem zu lösen. Unter Zuhilfenahme eines Mikroskops studierte er pflanzliche Strukturen, die er auf einem Block skizzierte und mit Bemerkungen kommentierte. Das geschehe in den „sehr frühen Morgenstunden, wenn das Gehirn ausgeruht ist.“[16] Danach modellierte Colani in Plastilin oder Gips die gefundene Struktur im Maßstab 1 : 10 und häufig auch mit einem großen Styroporblock, den er mit heißem Draht formte. Seine Vorliebe für weiße Bekleidung hatte daher einen praktischen und keinen ästhetischen Grund. Da er „ständig mit Gips“ arbeite,[10] sähe er bei einer dunkleren Kleidung stets ungepflegt aus.

„Hier auf einem Quadratmeter Gartenboden finden Sie die ganze Welt der Höchsttechnologie, der Mechanismen, der Mechatronik, die feinsten konstruktiven Faserstränge, Hohlkörper, Rispen, Dolden, Knollen. Das sind die intelligentesten Verpackungstechniken und Konstruktionsverfahren!“

– Luigi Colani[16]
Schon sein Vater habe ihm in seiner Jugend geraten, in der Natur nach Antworten zu suchen:[47] „Ich stellte Fragen und die Natur antwortete mir.“[40] Bis ins hohe Alter war Colani ein hochproduktiver Schöpfer von neuartigen Formen geblieben („working like a madman“[40][21]). Seine vielen Tätigkeiten an mehreren Projekten zugleich empfand er nicht als Arbeit, da es ihm „Spaß“[40] und eine „große Freude“[52] bereitete. Noch mit 85 Jahren hatte er einen Arbeitstag von 14 Stunden.[51] Auch unterwegs zeichnete Colani seine Ideen auf: „Ich reise im Monat zweimal um die Welt und verbrauche auf den Flügen manchmal eine Kugelschreibermine und einen ganzen Schreibblock.“[51] Computer Aided Design lehnte er ab, weil es die Kreativität mindern würde.[53] Zu jedem Objekt, das er bearbeiten wollte, las er zunächst die Fachliteratur: „Ich lese tonnenweise Papier, ich ziehe mir alles Mögliche rein, was mich interessieren muss, um „à la page“ [= auf dem neuesten Stand] zu bleiben. Ob das nun Tanker sind oder Hochgeschwindigkeitszüge oder neue Raketentechniken …“[16]

Zu seinen größten Bewunderern zählten die Industriedesigner Ross Lovegrove[54] und Karim Rashid,[55] worauf er „sehr stolz“[21] war. Colani wiederum verehrte die futuristischen Entwürfe seines Kollegen und Filmdesigners Syd Mead,[21] die organischen Bauwerke von Antoni Gaudí [56] und Hieronymus Bosch, den großen niederländischen Maler. Bosch war für ihn „ein Superphantast, der ganz neue Betrachtungsweisen für unsere Umwelt gezeigt hat.“[57]

Privatleben
Luigi Colani hatte zwei Söhne[56] und war seit Mitte der 1990er-Jahre mit der Chinesin Ya-Zhen Zhao verheiratet.[58][59][60][61] Seit 2002 hatte Colani seinen Hauptwohnsitz im Karlsruher Stadtteil Neureut, weil er nahe beim Mercedes-LKW-Werk Wörth liegt.[23][62] Bis dahin lebte er ab 1995 zehn Jahre lang in Shanghai,[47] danach in Beihai, Südchina.[41] Einen weiteren Wohnsitz hatte er seit 2011 in Mailand.[63] Sein Sohn Solon Luigi Colani arbeitet als freischaffender Designer und Spezialist für Filmspezialeffekte in Berlin.[64] Victor Colani ist sein jüngerer Bruder und wohnt in Norderstedt bei Hamburg. Er war lange Zeit in einer leitenden Stellung in der Textilindustrie tätig und arbeitete nebenberuflich als Designer.[65]

Der Schweizer Karosseriebauer Jürg Bärtschi gehörte seit den 1980er-Jahren zu Colanis engsten Freunden. Bärtschi und Colani arbeiteten gemeinsam an vielen Fahr- und Flugzeugen. Im Herbst 2012 präsentierte er eine Ausstellung zu Colanis Werk, die von Colani eröffnet wurde.[66] In seiner Freizeit betrieb Colani Tauchsport und sagte, dass er „ein Drittel meines Lebens unter Wasser, im Pazifik“ verbracht habe.[58]

Colani starb nach schwerer Krankheit in Karlsruhe.[67]

Werk
Seit Mitte der 1950er-Jahre entwarf er Autos (Fiat, Alfa Romeo, Lancia, VW, BMW), ab Mitte der 1960er-Jahre auch Möbel.[68] In den 1970er-Jahren erweiterte er sein Tätigkeitsfeld auf weitere Bereiche, darunter Brillen, Ferngläser für Bresser,[69] Geschirr, Flugzeuge, Kugelschreiber, Fernseher für RFT Staßfurt (später produziert von TechniSat), Computer und -zubehör und vieles andere mehr.

Haushaltswaren und mehr
Ende der 1960er-Jahre arbeitete er rund zwei Jahre lang für den sauerländischen Objektmöbelhersteller Kusch+Co und entwarf u. a. die ergonomische Liege TV-relax und einen dazugehörigen Sessel.[70] Die Liege ist ein fester Bestandteil der ständigen Ausstellung der Pinakothek der Moderne in München.[71]

Für den Porzellanwarenhersteller Rosenthal entwarf Colani 1972 das weiße, neunteilige Teeservice Drop. Der Griff der Teekanne steht nicht wie üblich von der Kanne ab, da dieser hier durch eine Griffmulde, einer Einbuchtung in die Kanne geschaffen wird. Da der Kannendeckel ebenfalls bündig in der Kanne eingesenkt ist, erhält der Teetopf die Form eines Tropfens (drop). Zugleich erleichtert der zentralnah gelegene Griff das Ausgießen durch seine bessere Hebelwirkung.[72] 1972 erhielt es die Auszeichnung Die gute Industrieform – iF.[73] Dieses Teeservice wurde als Beispiel für zeitgenössisches Design in die ständige Sammlung des Centre Georges-Pompidou in Paris aufgenommen.[74]

Ab 1972[75] gestaltete er für den Keramikhersteller Villeroy & Boch ein Ensemble von aufeinander abgestimmten Sanitärobjekten, das Geschichte machte.[76] „Das Badezimmer galt nicht länger nur als Ort, an dem man seiner Körperpflege nachging, sondern erlangte den gleichen Stellenwert wie alle anderen Wohnbereiche und wurde zum Ausdruck individueller Ästhetik.“[77] Mit dem Konzept des Badezimmers „als vollwertigen Wohnraum mit eigener Ästhetik“ wurde Colani stilbildend für die Sanitärbranche.[78] [79] Der Produktmanager von Villeroy & Boch äußerte sich zu Colanis Entwürfen: „Colanis Formen kommen den Keramikeigenschaften entgegen. Rechte Winkel sind in der Sanitärkeramik fast unmöglich, rund kommt uns entgegen. Colani kennt die Gesetzmäßigkeiten der Keramik und kannte sie, bevor er zu uns kam.“[75]

1981 kam das Teeservice Zen auf den Markt. Der Melitta-Konzern kaufte Colanis Entwurf von 1974 und ließ das schwarzglasierte Ceracronservice in der Friesland Porzellanfabrik herstellen. Eine offene Teekanne wird auf zwei Säulen gelagert, wobei deren Auflage mit Gummimuffen versehen ist. Durch das Neigen auf den zwei Standbeinen kann der Tee von beiden Seiten aus durch den Henkel ausgegossen werden. Die Ständer sind mit einer Standplatte verbunden, welche gleichzeitig mit einem Teelicht als Stövchen fungiert.[80] Dazu gehören Teeschalen mit zwei kleinen Henkeln in Pilzform.[81] Dieses „Teegerät“ ist auf der Titelseite der Zeitschrift Domus vom Februar 1983 abgebildet, auf der es Colani in der Hand hält
Einer seiner bekanntesten und erfolgreichsten Entwürfe ist die Spiegelreflexkamera Canon T90 (1986),[83] deren ergonomisch gestaltete Form zum Standard geworden ist, auf dem heute noch die EOS-Digitalkameras basieren.

Am 2. Februar 1990 präsentierte er die neue Dienstkleidung für die damals ca. 9000 Angestellten von Swissair.[84] Die Hauptfarbe der Uniformen war in Dunkelblau gehalten.[85]

In das Jahr 1993 fällt die Gestaltung eines PCs mit abgerundeten Kanten und Griffmulden für Vobis. 1994 wurde der PC als Computer des Jahres von der Zeitschrift Chip ausgezeichnet.[86][87]

1995 wurde das Colani-Ei realisiert: die futuristische Neugestaltung eines Förderturms der ehemaligen Steinkohlenzeche Minister Achenbach in Lünen-Brambauer.

1997 entwarf Colani für die Klaviermanufaktur Schimmel den sogenannten Pegasus-Flügel sowie ein Pegasus-Klavier.[88] Typisch für einen Colani ist das Runde, hier in ovaler und zugleich gebogener Form. Dank einer durchsichtigen Standscheibe aus Acrylglas erweckt der Flügel den Eindruck eines natürlichen Flügels, daher auch der Name nach Pegasus, dem geflügelten Pferd aus der griechischen Mythologie.[89] Eine Hubautomatik öffnet den Flügeldeckel. Wichtig war für ihn der unmittelbare Körperkontakt des Pianisten mit dem Instrument: „Ich habe bei meinem Entwurf mit einem Ring, der um das Gerät herumläuft, den Spieler reingesetzt in das Gerät. Wenn der seinen Rachmaninow da reinhämmert, dann spürt er die Musik in allen Körperteilen.“[3] Der Pegasus-Flügel wurde unter anderem von Lenny Kravitz und Prince gekauft.
2002 sorgte er für Furore, als er den Auftrag des in negative Schlagzeilen geratenen Innensenators Ronald Schill annahm, die Uniformen der Hamburger Polizei neu zu gestalten. Seit August 2005 sind die Polizisten der Hansestadt komplett mit den Uniformen nach Colanis Entwürfen ausgestattet. Die neue blaue Polizeiuniform wurde von allen norddeutschen Landespolizeien übernommen und wurde stilbildend für nahezu alle anderen deutschen Landespolizeien. „Polizisten dienen der Menschheit und halten Tag für Tag ihre Knochen hin – die haben ein anständiges Outfit verdient. Ich war happy, diesem Elend mit den Uniformen ein Ende bereiten zu können. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Dinger blau sein müssen, das ist einfach stilvoller als Grün-Beige.“[52] Für dieses Projekt arbeitete er kostenlos.[90] Der Hamburger Modehersteller Tom Tailor nahm an „ziemlich vielen“ Details nachträgliche Änderungen vor, unter anderem an der nun achteckig gemachten Form der Mützen,[52] sodass diese wie die Mützen der New Yorker Polizisten aussehen.[91]

Seit 2004 werden von ihm entworfene Flaschen bei der Firma Gaensefurther und Carolinen-Mineralwasser verwendet; diese Firma nutzt auch einen Promotion Truck im Colani-Design.

2004 konzipierte er ein Minihaus mit 36 m², das der Fertighaushersteller Hanse Haus auf dessen Musterhauspark in Oberleichtersbach baute.[92] Die Zusammenarbeit mit Colani verlief schnell, freundlich und unkompliziert.[93] Das Dreh-Haus enthält in einer Zimmerecke einen drehbaren Zylinder aus drei Teilen.[94] Darin befinden sich jeweils ein Schlafzimmer, eine Küche und ein Badezimmer.[95] 15.000 „Rotorhäuser“ sollen für Wissenschaftler in Colanis anthropomorpher Idealstadt Eco-City (früher Bio-City) in China erbaut werden.[44]

2007[96] und 2012 entwarf Colani Tapetenkollektionen für die Marburger Tapetenfabrik, die von den Wellen und Reflexen des Wassers inspiriert sind. Die Tapeten wurden mit einer neuen Heißprägedrucktechnik hergestellt, die es ermöglicht, feine Gravuren, sogenannte Haschuren, als haptisch erfassbare Reliefs zu drucken.[97] In Anspielung an diese Kollektionen gestaltete er für den Skulpturenpfad in Kirchhain eine Großplastik in Tropfenform
Der österreichisch-italienische Sportwagenbauer Carlo Abarth beauftragte 1957 Colani mit der aerodynamischen Verbesserung seines GT-Sportwagens Alfa-Abarth 1000.[99] Auf dem Fahrgestell eines Alfa Romeo Giulietta Spider[100] setzte Colani die Karosserie des Alfa-Abarth 1000,[101] die spitz zulaufende Front war von Pininfarina inspiriert, das doppelt gewölbte Dach (double bubble roof) übernahm er von Abarth. Der neue Wagen hatte anstelle von Aluminium als Karosseriematerial glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK),[102] und die Lenkung der Luftströmung am Heck und unterhalb des Wagens war für diese Zeit sehr hoch entwickelt („quite unusually sophisticated“[100]). Durch diese Veränderungen konnte der Sportwagen seine Spitzengeschwindigkeit von zuvor 190–200 km/h auf 230 km/h (143 mph) erhöhen. 1957 umrundete der neue Abarth-Alfa Romeo 1300 Berlinetta als erster GT-Sportwagen die Nordschleife des Nürburgrings in weniger als zehn Minuten.[99]

Von 1964 bis 1968 ließ Colani unter dem Markennamen Colani bei der Berliner Firma Canadur sogenannte Kit Cars bauen, die er anfänglich als Bausatz anbot. Wie schon beim Abarth-Alfa Romeo 1300 Berlinetta wurde auf das Fahrgestell, hier von einem VW Käfer 1200, eine individuelle Kunststoff-Karosserie montiert.[103] Neben einer Coupé-Version wurden die Zweisitzer auch als Roadster angeboten.[104]
„Mit diesem Konzept nahm Colani das Prinzip der Fun-Cars vorweg, das die Autoindustrie erst Jahrzehnte später aufgreifen sollte.“[105] Nach Ansicht von Colani liege die Zukunft des Automobilbaus nur noch in leichten Modellen: „Bei mir hätte die dicke Limousine endgültig ausgedient. Ich würde lieber auf das Viermal-L-Auto setzen: langsam, leise, lustig, leicht ... “[53] Bereits 1970 setzte er sich für ein Miniauto mit Elektro-Motor ein: „Es ist doch ein hirnverbrannter Blödsinn, für Menschen, die beim Fahren ein Viertelquadratmeter Platz benötigen, Autos von sechs mal zwei Meter zu bauen.“[106]
1972 baute er unentgeltlich einen March 721 des deutschen Formel-1-Teams Eifelland des Mayener Caravan-Herstellers Günther Hennerici aerodynamisch um. Der Rennfahrer war Rolf Stommelen. Der Eifelland-March E21 galt mit seiner „Ufo-Optik“ als sehr elegant, war jedoch untauglich, weil die Kühlung nicht ausreichend funktionierte. Notgedrungen wurde die Verkleidung schrittweise wieder in den Originalzustand zurückgebaut. Auffallend an dem Fahrzeug war unter anderem die Ausstattung mit nur einem zentral positionierten Rückspiegel.[107]

Ebenfalls 1972 bot Colani dem in finanzielle Bedrängnis geratenen Motorradhersteller Münch seine Hilfe an und entwarf eine Super-Münch mit aerodynamischer Verkleidung und einem Lenker, der in Boulevard- und Rennposition gestellt werden konnte.[108] Die Maschine ging infolge des nicht mehr abzuwendenden Konkurses nicht in Serie.

1976: Für VW entwarf er einen aerodynamischen „Turbo-Polo“,[109] im folgenden Jahr stellte er eine rundliche Kleinversion des Polo vor.[110]

1979 entwarf er für Thyssen den Sea-Ranger, ein multifunktionales Amphibienfahrzeug.[111] Der einzige Prototyp entstand auf Basis eines Unimog bei Thyssen Umformtechnik in Bielefeld und wurde 1980 auf der Hannover-Messe präsentiert. Mangels Nachfrage wurde das Projekt nicht weiter verfolgt. Auf der IVA Hamburg zeigte er Studien an dem Magnetschienenfahrzeug HM-1 (= Hamburg – München 1 Std.) für Thyssen.[112]

1981 baute er auf dem Chassis und Motor eines Citroën 2CV („Ente“) eine strömungsgünstige Karosserie. Damit erzielte er einen Durchschnittsverbrauch von 1,7 l auf 100 km und erreichte den damaligen Weltrekord im geringen Benzinverbrauch
Auf Basis der Egli MRD 1, einem Turbo-Motorrad des Schweizers Fritz Egli, wurde 1986 für Rekordfahrten die vollverkleidete Egli-Colani entwickelt. Dabei wurde auch der Rücken des Fahrers sowie das Vorderrad abgedeckt. Mit einem auf 1425 cm³ aufgebohrten 300 PS (221 kW) starken Kawasaki-Motor wurde am 7. Dezember 1986 auf der Pista di Nardò ein Geschwindigkeitsrekord über 10 km (mit stehendem Start) von 272,414 km/h erreicht[114], allerdings ohne die seitenwindempfindliche Vollverkleidung.[115]

Der „Ferrari Testa d'Oro“ erreicht 1989 durch seine Stromlinienformung den Weltrekord für Autos in seiner Klasse mit 351 km/h, welcher noch immer nicht überboten wurde.[116]

1989 präsentierte und testete er 13 spektakulär geformte, stromlinienförmige Landfahrzeuge auf dem Salzsee in Utah,[117] mit denen er mehrere Spritspar- wie Hochgeschwindigkeitsrekorde erzielen konnte.[26] Unter dem Motto Automorrow [118] testete er Prototypen für Zwei- und Viersitzer sowie einsitzige Dreiräder (z. B. Utah 1) und Zweiräder (Utah 2
Flugzeuge
1968 entwickelte Colani die Propellerflugzeug-Studie C-309 für das Konzept Propeller-Rekord-Flugzeug. Zwei gegenläufige Zug-und-Druck-Propellerpaare, angetrieben von zwei Wankelmotoren,[121] sollten für die jährlich im US-Bundesstaat Nevada veranstaltete „Reno National Championship Air Races“ als neue Idee dienen. Vorbild war die Dornier 335, eines der revolutionärsten Kolbenmotorflugzeuge des Zweiten Weltkriegs. Die Anordnung des Heckmotors reduzierte den Luftwiderstand, und somit war es schneller als ein vergleichbares normales zweimotoriges Flugzeug.[122]

1976 gestaltete er das gesamte Cockpit eines kleinen Motor-Flugzeugs namens Fanliner, das auf einem Segelflugzeugrumpf aufbaut.[123] Dieses von dem Mönchengladbacher Unternehmen Rhein-Flugzeugbau gebaute Fluggerät hat zwei Sitze in halbliegender Position und war sein Privatflugzeug. Colani bezeichnete es auch als „Porsche der Lüfte“.[124] In den 2000er-Jahren wurde es nach China verkauft.

In Flugzeugstudien für die verschiedenen Einsatzgebiete versuchte Colani die perfekte aerodynamische Form zu finden. Dabei sind seine Entwürfe teilweise stark durch die Formgebung der Natur inspiriert. Seine Studie eines Mega-Passagierflugzeugs für insgesamt 4000 Passagiere auf vier Hauptdecks ist weitgehend der Form des Urhais Megalodon nachgebildet, um eine möglichst gute Aerodynamik zu erreichen.[125] Im Jahre 1977 legte Colani diesen Entwurf dem Flugzeugbauer Boeing vor. Das Projekt wurde jedoch nicht umgesetzt.

1978 konzipierte Colani für die NASA einen Großraumtransporter für 1000 Passagiere. Ausgehend von Kusnezow-Triebwerken sollte diese Maschine über 15.000 Wellenvergleichs-PS je Triebwerk verfügen. Für den Personentransport verteilten sich 1000 Passagiere auf acht Ebenen, als Großfrachttransporter wäre diese Version mit einem riesigen Frachtraum ausgestattet.[126]

1982 entwarf Colani einen Mach-2-Senkrechtstarter (VTOL). Die Besonderheit hierbei war ein Schwenkmechanismus für den nach hinten austretenden Gasstrahl, der der Maschine eine außergewöhnliche Manövrierfähigkeit verlieh, da der Strahl nicht nur nach links oder rechts, sondern durch Abklappen des Schwanzes auch herauf- und herunterbewegt werden konnte.[127]

1983 entwickelte Colani ein von der NASA konzipiertes Passagierflugzeug mit dem Projektnamen „Mach 5“ weiter. Mit vier gebogenen Flügeln und einem lanze­nförmigen Bug ausgestattet,[128] sollte das Passagierflugzeug die Strecke Tokyo – London in drei Stunden absolvieren.[129]

1985: Vorstellung des Propellerflugzeugs „Pontresina“.[130][131] Diese Maschine hat zwei Motoren, mit denen zwei Druckpropeller angetrieben werden sollten. Die Propeller, die auch unter dem Namen „Zentripetal-Überschall­propeller“ bekannt wurden, waren ebenfalls eine neue Design-Idee. Dieses Flugzeug blieb eine Studie und daher ist das Modell nicht flugfähig.

1985 entstand die Studie eines Großtransporters mit dem Namen „Dolphin Inspiration“, der, wie der Name nahelegt, den runden und fließenden Formen der Meerestiere, insbesondere des Delphins, nachempfunden wurde.[132]

1987 wurde der „Bizz-Jet“ für einen namhaften US-Konzern entwickelt. Die Besonderheit bei diesem Modell war die vorwärts gepfeilte Tragflächenform und die hochfeinen Perforierungen über das letzte Rumpfdrittel, es sollte die Verwirbelungen der normalerweise vorhandenen Lufteinlässe reduzieren.[133]

1989 entwarf er für die japanische Raumfahrtforschung das Huckepack-Konzept-Flugzeug „Mach 3 Carrier“.[134] Ausgangspunkt dieser Studie war das Konzept eines Trägersystems des deutschen Raumfahrt-Professors Eugen Sänger. Das nach ihm benannte Sängerprinzip basiert auf einem Trägerflugzeug, das nur die Aufgabe hat, ein zweites Flugzeug in die hohe Atmosphäre zu bringen, damit das mit der Nutzlast beladene kleinere Flugzeug den Sprung in den Weltraum schafft. Colani perfektionierte die beiden Maschinen aerodynamisch, das große Trägerflugzeug für die tieferliegenden Luftschichten und mit einem offenen Oberdeck, in dem sich das Shuttle aerodynamisch anschmiegt. Das Shuttle ist für dünne Luftschichten und den Weltraum konzipiert.

Eine weitere Mach-Studie sollte trotz der scheinbar unförmigen Form des Fluggeräts Mach 24 im Horizontalflug erreichen. Mittels „Durchstechen“ der dicken Luftschichten mit einem langen Rohr und dem kurzzeitigen Verbrennen einer riesigen Plasmaflamme sollten sich Luftfäden um das tonnenförmige Gerät legen, die das Flugzeug wie in einem luftleeren Raum fliegen lassen. Dies entspräche der Strömung der Pinguine im Wasser, der von Unterwasserfahrzeugen aufgenommen wurde.[135]

1996: Entwurf eines Jagdflugzeugs: Die erhöhte Lage des Cockpits soll dem Piloten eine verbesserte Rundumsicht ermöglichen, um sich in feindlichem Territorium schneller zu orientieren.[136] Diese Studie blieb Colanis einziger Ausflug in den Bereich von Waffen und Rüstung, da er nichts mit Waffenproduktion zu tun haben möchte. („Gibt es Dinge, die für Sie tabu sind?“ Colani: „Aber was für ein Tabu: Ich bin bei Thyssen gegangen worden, weil ich nicht an Panzern und U-Booten mitarbeiten wollte. Das ist eine ganz klare Linie. Alles andere haben wir schon gemacht.“[3]) Ein angebliches „Jagdgewehr“ („hunting rifle“) ist lediglich ein Gewehr zum Wurfscheibenschießen.[137]

Im selben Jahr entwickelte er die Studie „Pusher-Puller“. Bei diesem Rekordflugzeug, das über zwei kontrarotative Luftschrauben an Bug und Heck verfügen sollte, hatte Colani die Propeller überdimensioniert und geschwungen entworfen, um Energie einzusparen.[138]

2001 entwickelte er eine neuartige Idee für ein „Flying-Wing“-Großraumflugzeug. Der Doppeldecker und Nurflügler in einem sollte eine Flügelspannweite von 2 × 80 Meter haben (Bild: [139]). Diese zweite Studie für die Air China wäre eine Antwort auf den neuen Airbus 380 gewesen. „Flyingwing“ mit der Spannweite von 160 Metern hätte das dreifache Stauvolumen bei gleicher Passagierzahl der A380. „Die Konstruktion von Nurflüglern ist wegen der Komplexität der Strömungsverhältnisse besonders schwierig.“[140] 2008 plante Colani, an der Tongji-Universität von Shanghai ein nicht-flugfähiges Holzmodell im Maßstab 1:1 zu bauen, um die Dimensionen erlebbar zu machen.

Ausstellungen und Messen
Vom 1. Mai 2004 bis Ende September 2005 wurde in der Nancyhalle in Karlsruhe seine Ausstellung „Colani – Das Gesamtwerk“ präsentiert. Seit 2004 wird das Colani-Museum Futurama in Europa geplant.

Das Goethe-Institut präsentierte ihn im Rahmen des Deutschland-in-Japan-Jahres 2005 mit einer umfassenden Ausstellung. Zusammen mit der Firma BASF zeigte er 2005 die Schau „Colani – Back in Japan“ in Kyōto, Japan.[141]

Auf der Cebit 2007 präsentierte Colani eine technische Innovation: Anyfix, das erste Universal-Handy-Ladegerät der Welt.[142] Fünf kreisförmig angeordnete, unterschiedliche Adapter können per Druck auf den zentralen roten Knopf angewählt werden.[143] Das Universalgerät ging aus bislang unbekannten Gründen nicht in Produktion. Colani erwähnte in einem Interview im Jahr 2007, dass der Hersteller von einer Vorbestellung von acht Millionen Stück sprach, da viele Unternehmen das Gerät als Werbegeschenk für ihre Kunden haben wollten.[144]

Vom 3. März bis 17. Juni 2007 fand die Colani-Ausstellung Translating Nature im Design Museum London statt.[145] Ein Schwerpunkt waren Colanis Skizzen des Meereslebens und Filme, die das Leben im Aquarium mit Colanis biomorphen Entwürfen verbanden.[47]

2009 präsentierte man auf der Nowa-Zukunftsmesse in Marburg an der Lahn das erste von Colani gestaltete Modell der AGOS-Luxus-Computerserie Opus Magnum.[146]

Zur Jahreswende 2011/2012 fand die dreimonatige Ausstellung Colani Biodesign Codex Show im Triennale-Design-Museum in Mailand statt.[5]

2013 wurde auf der IFA vom Versandhändler Pearl der Prototyp des 3D-Druckers FreeSculpt Colani vorgestellt, der in Zusammenarbeit mit Colani entwickelt wurde.[147]

Colani-Museum Karlsruhe

زياد علي

زياد علي محمد