Stefan Jagsch (* 1986) ist ein deutscher Politiker der NPD. Er war Landesvorsitzender der NPD Hessen und ist seit September 2019 Ortsvorsteher im hessischen Altenstadt-Waldsiedlung
Leben
Jagsch lebt in Altenstadt, ist Automobilkaufmann und arbeitet als Angestellter.
Im Jahr 2014 wurde Jagsch, der zuletzt im Jobcenter Höchst am Empfangsschalter gearbeitet hatte, von der Stadt Frankfurt entlassen. Für hochrangige Mitglieder einer rechtsextremen Partei gebe es keinen Platz in der Frankfurter Stadtverwaltung, teilte die Stadt mit.[1] Die Kündigungen (eine ordentliche und eine außerordentliche) wurden vom Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, da Jagsch als einfacher Büroangestellter eine Tätigkeit ausübe, „die kein besonderes, sondern »nur« ein einfaches Maß an Verfassungstreue erfordert.“ Dies sei bereits gegeben, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht aktiv bekämpft werde. Damit liege kein Kündigungsgrund vor.[2]
In der NPD hatte er verschiedene Ämter inne. Er war Landesorganisationsleiter der hessischen NPD, Stellvertretender Landesvorsitzender der hessischen Jungen Nationaldemokraten, Stellvertretender Kreisvorsitzender des NPD-Kreisverbandes Wetterau und, bevor er zum Vorsitzenden gewählt wurde, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Hessen. Er ist Ortsverbandsvorsitzender Altenstadt/Limeshain.[3] Jagsch kandidierte für die NPD bei der Bundestagswahl 2009, 2013 und 2017 sowie den Landtagswahlen Hessen 2008, als er im Wahlkreis Main-Kinzig III 0,9 % der Erststimmen bekam, und 2009,[4] als er im Wahlkreis Wetterau I 1,3 % der Erststimmen erreichte.
Im Falle eines Wahlerfolges schloss Jagsch 2013 eine Koalition mit den etablierten Parteien aus, „da sie mit ihrem Verhalten den Volkstod fördern und teilweise auch noch öffentlich propagieren“.[5] Am 4. März 2018 kandidierte Jagsch als Bürgermeister in der Gemeinde Altenstadt.[6] Auf ihn entfielen 249 Stimmen, was 6,0 % der abgegebenen Stimmen entsprach.[7]
In den vom Landesamt für Verfassungsschutz Hessen herausgegebenen Verfassungsschutzberichten für 2013[8] wie auch für 2014[9] wird Stefan Jagsch namentlich genannt.
Mediale Aufmerksamkeit nach Verkehrsunfall
Jagsch kam Mitte März 2016 gegen 9 Uhr morgens auf der Bundesstraße zwischen Altenstadt und dem benachbarten Büdingen im Wetteraukreis mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Jagsch musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Internationale mediale Aufmerksamkeit erreichte dieser Vorfall, nachdem die Frankfurter Rundschau (FR) zunächst gemeldet hatte, der Unfall sei von Personen bemerkt worden, die aus Syrien stammten. Diese hätten dem Unfallopfer Jagsch Erste Hilfe geleistet.[10] Andere Quellen bezweifelten die Darstellung der FR. Die Identitäten der Helfer wurden nicht bekannt.[11][12]
Wahl zum Ortsvorsteher
Jagsch wurde im September 2019 mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat einstimmig (bei zwei Abwesenheiten) zum Ortsvorsteher von Altenstadt-Waldsiedlung gewählt. Überregionale Vertreter von CDU und SPD kritisierten die Wahl scharf und forderten eine Korrektur der Entscheidung. Die örtliche SPD begründete die Wahl des NPD-Politikers damit, dass es an einer Wahl-Alternative gemangelt habe
Leben
Jagsch lebt in Altenstadt, ist Automobilkaufmann und arbeitet als Angestellter.
Im Jahr 2014 wurde Jagsch, der zuletzt im Jobcenter Höchst am Empfangsschalter gearbeitet hatte, von der Stadt Frankfurt entlassen. Für hochrangige Mitglieder einer rechtsextremen Partei gebe es keinen Platz in der Frankfurter Stadtverwaltung, teilte die Stadt mit.[1] Die Kündigungen (eine ordentliche und eine außerordentliche) wurden vom Arbeitsgericht für unwirksam erklärt, da Jagsch als einfacher Büroangestellter eine Tätigkeit ausübe, „die kein besonderes, sondern »nur« ein einfaches Maß an Verfassungstreue erfordert.“ Dies sei bereits gegeben, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht aktiv bekämpft werde. Damit liege kein Kündigungsgrund vor.[2]
In der NPD hatte er verschiedene Ämter inne. Er war Landesorganisationsleiter der hessischen NPD, Stellvertretender Landesvorsitzender der hessischen Jungen Nationaldemokraten, Stellvertretender Kreisvorsitzender des NPD-Kreisverbandes Wetterau und, bevor er zum Vorsitzenden gewählt wurde, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Hessen. Er ist Ortsverbandsvorsitzender Altenstadt/Limeshain.[3] Jagsch kandidierte für die NPD bei der Bundestagswahl 2009, 2013 und 2017 sowie den Landtagswahlen Hessen 2008, als er im Wahlkreis Main-Kinzig III 0,9 % der Erststimmen bekam, und 2009,[4] als er im Wahlkreis Wetterau I 1,3 % der Erststimmen erreichte.
Im Falle eines Wahlerfolges schloss Jagsch 2013 eine Koalition mit den etablierten Parteien aus, „da sie mit ihrem Verhalten den Volkstod fördern und teilweise auch noch öffentlich propagieren“.[5] Am 4. März 2018 kandidierte Jagsch als Bürgermeister in der Gemeinde Altenstadt.[6] Auf ihn entfielen 249 Stimmen, was 6,0 % der abgegebenen Stimmen entsprach.[7]
In den vom Landesamt für Verfassungsschutz Hessen herausgegebenen Verfassungsschutzberichten für 2013[8] wie auch für 2014[9] wird Stefan Jagsch namentlich genannt.
Mediale Aufmerksamkeit nach Verkehrsunfall
Jagsch kam Mitte März 2016 gegen 9 Uhr morgens auf der Bundesstraße zwischen Altenstadt und dem benachbarten Büdingen im Wetteraukreis mit seinem Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Jagsch musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Internationale mediale Aufmerksamkeit erreichte dieser Vorfall, nachdem die Frankfurter Rundschau (FR) zunächst gemeldet hatte, der Unfall sei von Personen bemerkt worden, die aus Syrien stammten. Diese hätten dem Unfallopfer Jagsch Erste Hilfe geleistet.[10] Andere Quellen bezweifelten die Darstellung der FR. Die Identitäten der Helfer wurden nicht bekannt.[11][12]
Wahl zum Ortsvorsteher
Jagsch wurde im September 2019 mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP im Ortsbeirat einstimmig (bei zwei Abwesenheiten) zum Ortsvorsteher von Altenstadt-Waldsiedlung gewählt. Überregionale Vertreter von CDU und SPD kritisierten die Wahl scharf und forderten eine Korrektur der Entscheidung. Die örtliche SPD begründete die Wahl des NPD-Politikers damit, dass es an einer Wahl-Alternative gemangelt habe
ليست هناك تعليقات:
إرسال تعليق